Der Geschichte von Prittitz ist unter anderem mit zwei markanten Orten verbunden, über die ich hier berichten moechte.

Click on image to enlarge picture



in diesem Zustand von 1965 habe ich noch selbst den Friedrich Lindner kennen gelernt. Antriebskraft war nicht mehr der Wind sondern Elektrizität




Stand: 02.12.1995


Bockwindmuehle Prittitz

Stand: 02.12.1995

gebaut als Getreidemuehle, stark beschaedigt mit
Technikresten, Jalousiefluegelreste
mit einem Steert (Vordrehbaum)
damit wurde die Muehle in den Wind gedreht

Kulturdenkmal Nr. 09412238
ehem. Muellermeister: Lindner

Die Bockwindmuehle Prittitz wurde ca.1845 bis 1846 von einer Familie Bach erbaut. Danach ging diese in den Besitz einer gewissen Familie Juedicke ueber, welche die Muehle bis zuletzt in ihrem Besitz hatte.
Wann genau dieser Besitzwechsel stattfand, war nicht erkennbar.
Ab 1949 erfolgte die Bewirtschaftung der Muehle in einem Pachtverhaeltnis durch die Familie Lindner.
Das gesamte Maschineninventar war jedoch im Besitz der Familie Lindner.
Dabei war unter Muellermeister Friedrich Lindner die Muehle bis 1964 aktiv im Betrieb.

Ab 1964 bis 1972 bewirtschaftete sein Sohn Werner Lindner die Muehle.
Nach 1972 endete die Bewirtschaftung der Muehle, sie war dem Zerfall bis zum heutigen Zustand ausgesetzt
.



Stand: 12.07.2014
copyright: CC - US







Maegdegrab Prittitz
Stand: 2003


in der Flurgrenze am Feldweg von Prittitz nach Obernessa, in der Naehe eines ehemaligen Bahnwaerterhaeuschen im Volksmund Bude 9, liegt am Wege ein Huegel.
Er wird „das Maegdegrab" genannt.

Von ihm wird seit alter Zeit diese Geschichte erzaehlt:

Einst sass hier an einem schoenen Sommerabend ein Schaefer und traeumte in den Abend hinein. Da schlichen heimlich ein paar luesterne Maegde hinter dem heimfahrenden Erntewagen einher. Die Maedchen waren schon lange auf den Schaefer schlecht zu sprechen, weil er beim Maientanz ihre Untugend mit schelmischem Spott gegeisselt hatte und sie beschaemt davongehen mussten. Nun ueberfielen sie den traeumenden Schaeferburschen ruecklings und da sie stark und kraeftig waren, warfen sie ihn nieder. Sie wollten ihn kitzeln, bis er vor Lachen nicht mehr koenne. Der boese Streich gelang. Gellende Lachlaute gab der Schaefer von sich. Ploetzlich war er still, die Maegde hatten ihn zu Tode gekitzelt.
Als man am naechsten Tage die beiden Maedchen in ihrer Kammer ergriff, wurde eine harte Strafe ersonnen. An der Stelle, wo die Leiche des toten Schaefers gefunden wurde, schaufelte man ein Grab. Die beiden Moerderinnen wurden gebunden, hinausgefuehrt und lebendig in die Gruft gestossen. Dann warf man Ballen Dorngestraeuch nach und schuettete zu. Der Huegel heisst seit jenen Tagen „Das Maegdegrab". Nur mit grosser Muehe, so erzaehlt man, sei es moeglich gewesen, die jetzt auf ihm wachsenden Baeume hochzubringen, weil ein Bann dieses Fleckchen Erde unfruchtbar mache.
Man erzaehlte, Besonders nachts sei es dort nicht geheuer!



TOP TOP
HOME HOME

copyright © by R. Jacob, 1998
updated 09.05.2026